Unsere Geschichte

Historische Entwicklung von Hamburger Hilfsspende

von 1922 bis heute

  • 1922 - 1930

    Hamburger Hilfsspende

    Viele Menschen verloren in den Jahren nach 1922 durch die Währungsturbulenzen ihre Lebensgrundlage. Die einfachsten Dinge des täglichen Lebens waren plötzlich nicht mehr erreichbar. Mitglieder der "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V." (VEEK) gründeten zusammen mit Vorstandsmitgliedern der Handelskammer Hamburg eine Hilfsorganisation mit dem Namen “Hamburger Hilfsspende“. Sie unterstütze viele Bürger mit Sach- und Geldspenden.
  • 1928 - 1929

    Hamburger Heim von 1928

    Aus der Hamburger Hilfsspende heraus entstand im Februar 1928 ein kleines Wohnungsunternehmen die Hamburger Heim von 1928 gGmbH. Im Gründungsprotokoll heißt es: „…älteren gebildeten Damen und Herren des Kaufmannstandes und der freien Berufe zu einer eigenen kleinen Wohnung zu verhelfen und sie von Dienstboten, Haushälterinnen usw. unabhängig zu machen.“ Im Jahr 1928 begann der Neubau von Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen (Küche, die Essen angeboten hat, Leseräume etc.) in Hamburg Winterhude. Fertigstellung war 1929. Es war aus heutiger Sicht ein Vorläufer des betreuten Wohnens mit eigener Wohnung und Einrichtungen, die nach Bedarf genutzt werden konnten. Der „Heimbetrieb“ wurde erst 1982 eingestellt, da neue Vorschriften die Fortführung erschwerten und die neuen Anforderungen mit den vorhandenen Möglichkeiten nicht zu erfüllen waren. Die nun freien Räume wurden in 13 neue Wohnungen umgebaut.
  • 1930-1934

    Auflösung

    Die Hamburger-Hilfsspende wurde in den 1930er Jahren aufgelöst, da der Vorstand eine Zusammenlegung mit der NS-Winterhilfe verhindern und die Weitergabe der persönlichen Daten der geförderten Personen vermeiden wollte. Ein ‘Hinweis‘ ermöglichte dem Vorstand kurz vor der Übernahme durch die NS Winterhilfe alle Geld- und Sachwerte an bedürftiger Personen zu verschenken und alle Daten zu vernichten. Nur ein einziges kleines Sparbuch hat diese Zeit gut verborgen überstanden. Aus dem Ersparten wurde noch viele Jahre ein kleiner Zuschuss an eine alte Dame bezahlt
  • 1930 - 2017

    Hamburger Heim von 1928

    Viele Jahre hat der “Heimbetrieb“ zuverlässig funktioniert. Die Bewohner hatten ihren “privaten“ Bereich und Gemeinschaftsräume (Küche, Leseraum etc.) zur Verfügung. Die Führung des Unternehmens, das im Laufe der Jahre von einer gGmbH in eine Genossenschaft gewandelt wurde, hatten seit der Gründung neben der Geschäftsführung immer neun Hamburger Kaufleute, die treuhänderisch und ehrenamtlich je einen Anteil am Unternehmen “besaßen“. 1971 wurde der erste Neubau in Schenefeld bei Hamburg mit 18 Seniorenwohnungen gestartet. 1977 folgte ein zweiter Neubau wieder in Schenefeld mit 26 Seniorenwohnungen. 1984 und 1992 wurden in beiden Häusern Umbauten bzw. Aufstockungen vorgenommen, so dass zusätzliche 17 Wohnungen entstanden. 1994 folgte ein Neubau in Hamburg Bramfeld mit 20 Sozialwohnungen 2002 wurden zwei neu gebaute Niedrigenergiehäuser mit zusammen 60 Sozialwohnungen sowie Tiefgaragenstellplätzen erworben. Neben all diesen Neuerungen musste 2004 ein Rückkaufsrecht der Stadt Hamburg an dem Ursprungsgrundstück in Winterhude für 1,6 Mio. Euro abgelöst werden. Zusätzlich wurde immer wieder viel Geld in Reparaturen und Sanierungen des Bestandes investiert. Im Laufe der Jahre war so ein beträchtliches Grundvermögen zusammengekommen. Eine Änderung des Genossenschaftsrechtes führte zu Überlegungen wie eine langfristige Absicherung und soziale Bindung des Vermögens erreicht werden kann. Diese Überlegungen führten zur Gründung der Stiftung Hamburger Hilfsspende.
  • 2008

    Stiftung Hamburger Hilfsspende

    Aus der Wohnungsgenossenschaft Hamburger Heim von 1928 e.G. heraus wurde am 15.10.2008 die Stiftung Hamburger Hilfsspende als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet. Die Stiftung verfolgt nur gemeinnützige Zwecke und wird vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Im Anschluss daran wird die Rechtsform des Wohnungsunternehmens in eine GmbH geändert. Die bisherigen neun Mitglieder der Genossenschaft sind nun Miteigentümer der neuen GmbH und „besitzen“ je einen Anteil an dem Unternehmen. In einem nächsten Schritt verschenken die neun Gesellschafter ihren jeweiligen Anteil an die neue Stiftung. Damit ist die Stiftung nun alleiniger Eigentümer der „Hamburger Heim von 1928 GmbH“ und des gesamten Vermögens der GmbH. Das Vermögen ist so langfristig geschützt und kann nur für die gemeinnützigen Zwecke der Stiftung genutzt werden.
  • 2010 - heute

    Pläne und die Suche nach einem Weg in die Zukunft

    Der erste Bau von 1928 und 1929 war in die Jahre gekommen, dass immer schneller immer mehr Reparaturen anfallen. Es entsteht der Plan für einen Neubau, der nach vielen Gesprächen auch von den Mietern unterstützt wird! Für die nun anlaufende Planung wird 2011 ein Nachbargrundstück mit einem stark sanierungsbedürftigen Altbau erworben, der nach Änderung der Gesetzeslage plötzlich unter Denkmalschutz steht. Das Gebäude und alle Wohnungen wurden 2012 und 2013 denkmalgerecht komplett saniert. Heute sind darin 19 kleine Wohnungen. Die Neubaupläne lassen sich leider nicht so wie gedacht umsetzen. Die Gesamtkosten sind für das kleine Unternehmen nicht tragbar. Es wird deshalb beschlossen die alten Gebäude und die Planung für den Neubau zu verkaufen. Die Hamburger Genossenschaft “Bauverein der Elbgemeinden eG“ kann als Käufer geworben werden und verpflichtet sich die sozialen Bindungen und die getroffenen Vereinbarungen mit den Mietern umzusetzen. Es wird nun immer deutlicher, dass das kleine Unternehmen, das weitgehend durch Teilzeitmitarbeiter und ehrenamtliche Tätigkeit betrieben wurde, langfristig im Hamburger Markt nicht bestehen kann. Der Stiftungsrat, der die Aufsicht über das Unternehmen hat, regt an das Unternehmen aufzulösen und nur die Stiftung fortzuführen. Der Beschluss zur Liquidation erfolgt 2017. Die Abwicklung wird voraussichtlich 2019 abgeschlossen sein.
  • 2017 - heute

    Neuausrichtung: Back to the roots

    Um eine langfristige Sicherung der Stiftungsarbeit zu erreichen, wird eine Kooperation mit der Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg (VEEK) beschlossen und anlässlich des 500 jährigen Jubiläums der VEEK 2017 bekanntgegeben. Der Stiftungsrat beschließt 2017 die Immobilien zu verkaufen und das Unternehmen „Hamburger Heim von 1928 GmbH“ zu liquidieren. Die Erlöse aus den Immobilienverkäufen sollen das Vermögen der Stiftung verstärken und so größere Erträge für den Stiftungszweck bringen. Die Satzung wird den neuen Gegebenheiten angepasst und geändert. Als neuer Stiftungszweck wird “Bildung“ in die Satzung aufgenommen. Dank des wesentlich größeren Vermögens darf die Stiftung zukünftig nicht nur als Förderstiftung sondern auch eigenständig und unmittelbar tätig werden.
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